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1.9.2010

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Monatsbericht September 2010

I. Aktuelle Themen und Analysen

3. Volkswirtschaftliche Effekte einer besseren Integration von Migranten

Intro

Gegenwärtig haben Migranten in Deutschland ein deutlich geringeres Bildungsniveau als Nicht-Migranten. Gering qualifizierte Migranten weisen ein fast doppelt so hohes Armutsrisiko als gering qualifizierte Nicht-Migranten auf. Erreichen die Migranten hingegen einen mittleren beruflichen Abschluss, so unterscheidet sich ihr Armutsrisiko nicht von dem der Nicht-Migranten mit abgeschlossener Berufsausbildung. Zur Verbesserung der Ausbildungsreife müssen Migrantenkinder verstärkt an frühkindlicher Bildung teilnehmen. Außerdem muss die Auswirkung des Bildungshintergrundes der Eltern auf die Kompetenzen der Kinder reduziert werden. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des BMWi können solche Integrationsmaßnahmen Kosten von jährlich etwa fünf Milliarden Euro verursachen. Stellt man diesen die langfristigen Erträge gegenüber, so haben diese Aufwendungen für die öffentliche Hand unter bestimmten Prämissen bis zum Jahr 2050 eine durchschnittliche Rendite von zwölf Prozent.







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